Politische (Ir)rationalität und dysfunktionale Entscheidungen
Die brennende Frage, warum politisches Handeln unserer Eliten geradezu zwangsläufig zu Gewalt, Krieg und Zerstörung führt, kann nicht mit einer einfachen Erklärung beantwortet werden. Die Analyse hat gezeigt, dass die Gewalt nicht aus einem Mangel an Rationalität entsteht, sondern aus einer spezifischen Entscheidungsmatrix, die sich als zutiefst dysfunktional erweist. Das Kernparadoxon des politischen Handelns ist, dass die Gewalt nicht als Fehler, sondern als Eigenschaft des Systems erscheint. Die systemische Verführung zur Anwendung von Gewalt ist die logische Konsequenz der zweckrationalen Verfolgung von Eigeninteressen in einem sozialen Umfeld, das durch strukturellen Druck, kognitive und psychische Engpässe gesteuert wird.


