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Was macht den Menschen aus?

Lesedauer beträgt etwa: 12 Minuten

Einleitung

Vielleicht geht es Ihnen wie mir und Sie denken gelegentlich darüber nach, was der Kern des Menschseins ist. Als Psychologe ist der Wunsch, sich und seine Mitmenschen zu verstehen, ein Wesensmerkmal und eine berufliche Voraussetzung. Aber darüber hinaus begehen wir alle eine individuelle Lebensreise, die Höhen und Tiefen hat, deren Endpunkt unvermeidlich erscheint und deren Sinnhaftigkeit auf die Probe gestellt werden kann.

In der Ideengeschichte des Menschen lassen sich viele überholte Erklärungen dafür finden, was der Mensch ist, wo wir herkommen und was ein sinnhaftes Leben ist. Manche Ideen sind einfach komplett überholt. Von der Tabula rasa (der Mensch als unbeschriebenes Blatt/Schiefertafel) bis hin zu pseudowissenschaftlichen Rassen-, Geschlechts- und Hierarchie‑Erklärungsmodellen oder dem Dualismus von Leib und Seele gibt es viele Irrtümer darüber, was Sie und mich ausmacht.

Ganz automatisch stellt sich außerdem die Frage: Ist der Mensch gut oder böse?

Für mich gibt es essentielle Erkenntnisse darüber, was den Menschen ausmacht, die sich vor allem aus neuerer Wissenschaftsgeschichte ergeben und die sehr nützlich für unsere Lebensreise sind. Ich möchte zuerst zentrale historische Fehlannahmen zusammenfassen und setze sie in Relation zu modernen wissenschaftlichen Befunden, um einen praxisorientierten Leitfaden für ein gelingendes Leben zu formulieren.

Die Versuchung, dies die „10 neuen Gebote“ zu nennen, war groß. Immerhin war das naheliegend. Doch dazu später mehr.

Einige historische Irrtümer über das Menschsein


  • Der Mensch als rein geistige Seele, getrennt vom Körper (Dualismus).
    • René Descartes formulierte im 17. Jahrhundert die berühmte Trennung von Geist und Körper: „Ich denke, also bin ich.“ Diese Sicht prägte lange Zeit Medizin, Ethik und Erziehung. Doch moderne Neurowissenschaften zeigen, dass Geist und Körper untrennbar verbunden sind. Wie der Neurowissenschaftler Antonio Damasio sagt: „Der Geist ist nicht vom Körper zu trennen, denn das Gehirn ist Teil des Körpers.“ (Damasio, 1994)
    • Auch komplett reduktionistische Ansätze, wonach alles auf materielle Entitäten, also den Körper und seine kleinsten atomaren Bausteinen, zurückzuführen sei, haben sich überholt. Vielmehr wird angenommen, dass mentale Zustände zwar ohne den Körper nicht denkbar sind, aber darüber hinaus eine eigene Qualität haben (Emergenz: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile).
  • Der Mensch als unveränderliche, festgelegte Essenz.
    • Antike Lehren wie die Temperamentenlehre gingen davon aus, dass Charakter und Moral angeboren und unveränderlich seien. Heute wissen wir durch Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und Epigenetik, dass Menschen sich lebenslang verändern und entwickeln können. John Locke, der die Idee der „Tabula Rasa“ prägte, sah den Menschen als formbar, doch auch er erkannte Grenzen: „Erfahrung ist der Ursprung allen Wissens.“ (Locke, 1690)
  • Der „leere Schiefertafel“-Irrtum (bezieht sich auf die absolut verstandene Tabula rasa).
    • Die Vorstellung, Menschen seien bei Geburt völlig leer und formbar, wurde lange als Gegenmodell propagiert und fand ihre extreme Ausprägung in der Annahme des Behaviorismus, den Menschen in jegliche Richtung formbar zu machen.
  • Zitat: „Gib mir das Baby und meine Welt, … , … ,  Ich mache einen Dieb, einen Schützen oder einen Drogenjunkie aus ihm. Die Möglichkeit, in jede Richtung zu formen, ist nahezu unbegrenzt.“ John B. Watson
    • Moderne Forschung zeigt, dass genetische Anlagen, vorgeburtliche und frühe Erfahrungen zusammenwirken. Wie der Psychologe Steven Pinker betont: „Die menschliche Natur ist weder leer noch fest, sondern plastisch.“ (Pinker, 2002)
    • Gleichzeitig betont die Psychologie die Freiheitsgrade individueller Entwicklungen, so dass wir in komplett gleichen Kontexten trotzdem unterschiedliche Entwicklungen nehmen können.
  • Reduktion auf ein einzelnes Erklärungsmodell.
    • Schulen wie der Behaviorismus oder der Rationalismus versuchten, menschliches Verhalten nur über eine Dimension zu erklären. Heute wissen wir, dass komplexe Phänomene multidimensional sind. Der Philosoph Daniel Dennett beschreibt den Menschen als „mehrschichtiges System“, in dem Biologie, Kultur und Bewusstsein interagieren. (Dennett, 1991)
  • Rassen-, Geschlechts- und Hierarchie‑„Wissenschaften“.
    • Viele pseudowissenschaftliche Theorien rechtfertigten Ungleichheit durch Herkunft, Hautfarbe oder andere körperliche Merkmale. Heute betonen Soziologie und Psychologie die essentielle Bedeutung von Kontext, Kultur und sozialer Konstruktion. Simone de Beauvoir schrieb: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht. „(de Beauvoir, 1949)
    • Damit ist der Mensch fähig, sich in Abhängigkeit von variablen Vorbedingungen in unterschiedlichen sozialen Gefügen, kulturellen und religiösen Bedingungen zurechtzufinden und anzupassen.
    • Wir werden in eine Welt hineingeboren, die in allen Belangen schon da ist. Was eine Frau, einen Mann, einen Menschen ausmacht, darüber gibt es in jeder Gesellschaft, in jeder Kultur unausgesprochene Übereinkünfte und gelebte Narrative.

Was die moderne Wissenschaft in den letzten 100 bis 150 Jahren grundlegend korrigiert oder ergänzt hat

  • Biologie und Kultur sind verflochten.
    • Evolutionäre Perspektiven zeigen, dass Menschen biologische Grundlagen haben, aber Kultur, Lernen und Umwelt die Ausprägung stark formen. Der Anthropologe Clifford Geertz sagte: „Der Mensch ist ein kulturelles Tier.“ (Geertz, 1973) Diese Verflechtung ist unauflösbar.
  • Gehirn und Geist sind eng gekoppelt, aber nicht identisch.
    • Neurowissenschaften belegen, dass mentale Zustände neuronale Korrelate haben; zugleich bleibt das Erleben subjektiv und relational. Der Philosoph Thomas Nagel fragte: „Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?“ und betonte die Bedeutung subjektiver Erfahrung. (Nagel, 1974).
    • In dieser Analogie wissen wir nichts darüber, wie es ist, ein Fisch zu sein, der sich mithilfe seines Seitenlinienorgans eine Wahrnehmungsebene erschließt, die uns immer fremd bleiben wird.
  • Plastizität und Entwicklungsdynamik.
    • Das Gehirn und erlerntes Verhalten bleiben ein Leben lang formbar. Frühkindliche Erfahrungen sind zwar notwendig, führen aber nicht deterministisch zu bestimmten Ergebnissen. Anpassungsfähigkeiten, Resilienz und Lernen sind immer möglich. Der Psychologe Carol Dweck beschreibt treffend in seiner „Growth Mindset“-Theorie: „Fähigkeiten können durch Anstrengung entwickelt werden. “ (Dweck, 2006)
    • Motivation und Wille als psychisch-funktionale Instanzen ermöglichen es uns, Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden, und treiben persönliche Entwicklungsprozesse an.
  • Mehrdimensionale Erklärung statt Ein-Variable-Modelle.
    • Kausale Erklärungen kombinieren das Wissen aus Genetik, Neurobiologie, Psychologie, Soziologie und Kulturwissenschaften.
    • Die moderne Psychologie ist interdisziplinär geworden und es gelang, systemtheoretische Netzwerkmodelle stärker in den Vordergrund zu rücken, und sie finden langsam Anwendung in psychotherapeutischer Arbeit.
  • Methodische Absicherung durch Experiment, Statistik und Wiederholbarkeit.
    • Psychologie und Neurowissenschaften haben empirische Standards entwickelt, die intuitive, religiöse oder philosophische Behauptungen systematisch prüfen.
    • Die Widerlegbarkeit (Carl Popper – Falsifikation) einer Behauptung muss möglich sein. Eine Theorie ist nur dann wissenschaftlich, wenn sie so formuliert ist, dass sie durch neuere Beobachtungen oder Experimente widerlegt werden könnte.
  • Kritik und Skepsis an religiösen Behauptungen und deren Verwurzelung in kulturellen und historischen Kontexten, aus denen sie hervorgehen, sind oft Gegenstand von Kritik und Skepsis, insbesondere in der modernen Wissenschaft und Philosophie. Die Debatte über die Gültigkeit und den Wahrheitsgehalt solcher Behauptungen ist ein zentrales Thema in der Religionsphilosophie.
    • Insgesamt sind religiöse Behauptungen komplexe Konstrukte, die sowohl individuelle als auch kollektive Identitäten formen und die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen die Welt um sich herum verstehen und deuten. Sie gelten als wesentliche Erklärungsversuche für die großen Fragen des Lebens in einer Welt, die unsicher und gefährlich erscheint.

Kernthesen kurzgefasst: Was den Menschen heute ausmacht

  • Soziale Verbundenheit ist grundlegend.
    • Menschen sind kooperative, relationale Wesen und die Identität entsteht in und durch Beziehungen. Wie Aristoteles sagte: „Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen.“
    • Deshalb irrt Margaret Thatcher, wenn sie sagt: “There is no such thing as society”.
  • Biologische Veranlagung plus kulturelle Formung.
    • Unsere Anlagen schaffen einen Möglichkeitsraum für Entfaltung – Kultur und Erfahrung helfen uns auszuformen,
  • Handlungsfähigkeit in begrenzten Rahmenbedingungen.
    • Wir Menschen haben Autonomie über unser Leben, aber immer innerhalb biologischer, psychologischer und sozialer Grenzen. Es wird eine lebenslange Aufgabe sein, diese Begrenzungen auszuloten.
  • Narrative und Sinnstiftung sind zentral.
    • Menschen brauchen Geschichten, Werte und Projekte, um ihr Leben zu strukturieren und Halt zu erfahren. Viktor Frankl schrieb deshalb: „Der Mensch strebt nicht nach Glück, sondern nach Sinn. „(Frankl, 1946)
  • Fehleranfälligkeit und Lernfähigkeit gehören untrennbar zusammen.
    • Der Irrtum ist Teil des Menschseins; folglich sind Lernen und Selbstentwicklung entscheidende Teilaspekte unserer Natur.

Praktische, existenzielle Einsichten für eine gelingende Lebensreise

Pflegen Sie Ihre Beziehungen.

  • Priorisieren Sie tiefe Bindungen, denn Freundschaften, Familie und Gemeinschaft sind zentrale Quellen von Wohlbefinden und Sinn. Wie der Psychologe John Bowlby betonte: „Bindung ist die Grundlage für psychische Gesundheit.“ (Bowlby, 1969) Bzw. Bindung ist das Gewebe unserer Seele.

Pflegen Sie Ihren Körper und Geist.

  • Bewegen Sie sich regelmäßig, schlafen Sie ausreichend und achten Sie auf Ihre Ernährung. Die körperlichen Zustände beeinflussen stärker Ihr Denken, Handeln und Ihre Emotionen, als Sie meinen.
  • Trainieren Sie kognitive Fähigkeiten und emotionale Regulation. Das Lernen neuer Dinge, aufrichtige Achtsamkeit dem Leben gegenüber und psychische Hygiene erhöhen die Handlungsfähigkeit und erweitern Ihren Horizont.

Kultivieren Sie Neugierde und Offenheit.

  • Glauben Sie nicht an einfache Erklärungen. Suchen Sie nach Evidenz Ihrer Überzeugungen und überprüfen Sie Quellen, und seien Sie bereit, Überzeugungen zu revidieren. Nehmen Sie Sokrates zum Vorbild: „Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß.“

Akzeptieren Sie Begrenzungen und nutzen Sie Ihre individuelle Freiheit.

  • Erkennen Sie, was Sie kontrollieren können und was nicht. Investieren Sie Kraft und Energie in das, was wirklich gestaltbar ist, und entwickeln Sie Gelassenheit gegenüber Unvermeidlichem.

Entwickeln Sie sinnstiftende Projekte.

  • Die Arbeit an langfristigen Zielen, die über kurzfristige Belohnungen hinausgehen, bewirkt intrinsische Befriedigung. Das Engagement in Arbeit, Kunst, Politik oder Pflege schafft Identität und weist über Sie hinaus.

Pflegen Sie moralisches Vorstellungsvermögen.

  • Lernen Sie, dass moralische Urteilskraft von Empathie, Verantwortungsbewusstsein und der Fähigkeit zum Perspektivwechsel abhängt. Beziehen Sie immer situative Einflüsse – den jeweiligen Kontext – in Ihr Urteil ein.

Lernen, mit Unsicherheit zu leben

  • Entwickeln Sie Resilienz durch Routine, Ritual und flexibles Denken. Es gibt keine absolute Vorhersehbarkeit. Die Zukunft ist offen, aber durch Sie gestaltbar.

Checkliste: Einige konkrete Denk‑ und Handlungsregeln

  1. Frage: Welche Annahmen liegen meiner Sicht zugrunde?
  2. Prüfe: Gibt es empirische Evidenz und hinterfrage ich aus Angst Traditionen und Strukturen nicht?
  3. Handle: Kleine Experimente statt großer Entwürfe und Dogmen.
  4. Verbinde: Pflege mindestens drei intensive und verlässliche Beziehungen.
  5. Investiere: 30 Minuten tägliches Lernen oder Reflexion.
  6. Schütze: Schlaf und Bewegung als nicht verhandelbare Basis der Gesundheit.

Manifest: Zehn Gebote der modernen Menschlichkeit

  1. Erkennen Sie die Einheit von Körper, Geist und Umwelt. Der Mensch ist kein geteiltes Wesen, sondern ein dynamisches Ganzes, das in Beziehung und Resonanz zur Welt (im Großen wie im Kleinen) steht.
  2. Akzeptieren Sie Ihre biologische Veranlagung und ihre Formbarkeit. Wir sind geprägt von Genen und Erfahrungen, doch das Leben bleibt gestaltbar.
  3. Pflegen Sie soziale Beziehungen als Ihre Lebensquelle. Denn Verbundenheit und Gemeinschaft sind grundlegend für Ihr Wohlbefinden und Ihre Identität.
  4. Seien Sie offen für Lernen und Veränderung. Denn Fehler sind Chancen zur Entwicklung, und lebenslanges Lernen ist ein Schlüssel zum Wachstum.
  5. Handeln Sie verantwortungsvoll und empathisch. Moral entsteht im offenen Dialog und durch den Perspektivwechsel.
  6. Suchen – kreieren Sie Sinn und gestalten Sie Ihr Leben narrativ. Geschichten und Werte geben dem Leben Struktur, Inhalt und Bedeutung.
  7. Leben Sie mit Unsicherheit und entwickeln Sie Resilienz. Da die Welt im Fluss bleibt, bleiben Sie wachsam, passen Sie sich an und finden Sie Halt in Routinen und Ritualen.
  8. Üben Sie epistemische Bescheidenheit. Hinterfragen Sie Überzeugungen kritisch und suchen Sie nach Evidenz.
  9. Nutzen Sie Autonomie innerhalb von Grenzen. Freiheit ist immer eingebettet in biologische, psychologische und soziale Rahmenbedingungen.
  10. Engagieren Sie sich in sinnstiftenden Projekten. Tragen Sie zu etwas Größerem bei, das über Sie hinausgeht, und bleiben Sie dabei authentisch.

Drucken Sie sich hier die 10 Gebote als PDF-Dokument aus, wenn Sie möchten.

Gut, böse oder beides?

Die Frage, ob der Mensch von Natur aus gut oder böse ist, begleitet die Philosophie, Theologie und Psychologie seit Jahrhunderten. Der Blick in die Geschichte offenbart einen grausamen Aspekt menschlichen Handelns. Daher haben „Große Denker“ unterschiedliche Antworten darauf gegeben, die auch heute noch relevant sind:

  • Thomas Hobbes (1588–1679) sah den Menschen im Naturzustand als egoistisch und konfliktanfällig, der ohne gesellschaftliche Ordnung „Krieg aller gegen alle“ führt. Er betonte die Notwendigkeit von Regeln und Staat, um das Zusammenleben zu sichern.
  • Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) hingegen glaubte an die angeborene Güte des Menschen, die durch Gesellschaft und Zivilisation oft verdorben wird. Für ihn ist der Mensch im Naturzustand edel und unschuldig.
  • Immanuel Kant (1724–1804) erkannte die moralische Fähigkeit des Menschen, betonte aber auch die Neigung zum „radikalen Bösen“. Moralisches Handeln erfordert für ihn Vernunft und Selbstgesetzgebung.
  • Carl Gustav Jung (1875–1961) sah den Menschen als Ganzes, das sowohl Licht als auch Schatten in sich trägt. Die Integration dieser Gegensätze ist für ihn zentral für psychische Gesundheit.
  • Moderne Psychologie und Neurowissenschaften zeigen, dass menschliches Verhalten durch komplexe Wechselwirkungen von Genetik, Umwelt, sozialen Einflüssen und individuellen Entscheidungen geprägt ist. Es gibt keine einfache Dichotomie von gut und böse. Daher gibt es nicht das Böse im Menschen, sondern seine Potentialität.

Eine abschließende Perspektive

Nehmen Sie die Komplexität der Welt um Sie herum an, ohne in Relativismus und Opferhaltung zu verfallen, und halten Sie an Werten fest, aber prüfen Sie deren Herkunft und Begründung.

Menschen besitzen sowohl altruistische als auch egoistische Tendenzen. Deshalb sind Empathie, Kooperation und Mitgefühl ebenso Teil der menschlichen Natur wie Aggression und Selbstschutz.

Bleiben Sie stets neugierig und absoluten Wahrheiten gegenüber vorsichtig. Pflegen Sie Beziehungen, denn sie sind nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Teil dessen, was Sie sind.

Und bedenken Sie: Wissenschaftliches Wissen zeigt sowohl Grenzen und Möglichkeiten auf, ersetzt aber keinesfalls die persönliche Verantwortung, Sinn zu schaffen und fürsorglich zu handeln.

Die Entwicklung von Moral und Ethik ist ein dynamischer Entwicklungsprozess, der durch Erziehung, Kultur und persönliche Reflexion gefördert wird und noch lange nicht abgeschlossen ist.

Persönliche Verantwortung und ehrliche Selbstbetrachtung ermöglichen es, destruktive Impulse zu kontrollieren und positive Werte zu leben (Selbstgesetzgebung nach Immanuel Kant).


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