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Wie Sie ihren Selbstwert stärken

Lesedauer beträgt etwa: 6 Minuten

Warum das Nervensystem einen Weg findet?

selbstwert regen

Mit dieser Problemlage leben viele Menschen und es fällt schwer, die eigene Sabotage zu erkennen.

Wie entkommen Sie Ihrer Selbstsabotage?

Die Förderung der Selbstregulation des autonomen Nervensystems

Zum einen müssen wir festhalten, körperliche Zustände beeinflussen psychische Prozesse und umgekehrt. Körperliche Signale wie Atmung, Haltung, Schmerz oder Hormone modifizieren Stimmung, Aufmerksamkeit und Entscheidungsfindung.

Zum zweiten, psychische Zustände verändern Körperfunktionen durch vegetative Reaktionen, Muskelspannung und Verhalten. Diese Bidirektionalität macht psychische und körperliche Ebenen zu einem dynamischen, wechselseitigen System.

Im Kontext der Stärkung des Selbstwertes gibt es eine Prägungsphase im Leben, die im entscheidenden Maße durch Beachtung und Fürsorge der engsten Bezugspersonen, das Grundgefühl in jedem Menschen entwickeln sollte: Schön, dass du da bist.

Wichtig ist, dass ich es wirklich ernst meine und direkten, unmittelbaren Kontakt suche und mein Körper einladend und offen wirkt.

Das ist eine einfache Maßnahme, die dem Nervensystem signalisiert: Jetzt ist alles gut. Es droht keine Gefahr.

Im therapeutischen Kontext gibt es viele Interventionen, aber die wichtigste und erste Maßnahme ist aus meiner Sicht die Entwicklung einer achtsamen, akzeptierenden Haltung gegenüber den eigenen körperlichen und emotionalen Zuständen.

Diese drei Punkte sind sehr wichtig. Ohne die Berücksichtigung des eigenen jahrelangen Widerstandes und der Selbstsabotage ist es unmöglich, mit Verständnis für die eigenen Anteile am geringen Selbstwert zu reagieren.

Auf Grundlage von Selbstakzeptanz und Selbstmitgefühl, also der grundlegenden Würdigung des bisherigen Erlebens, können erst Ressourcen des Klienten aktiviert werden.

Denn bisher gab es äußerst wichtige Gründe für den Erhalt des Status »geringer Selbstwert«. Angenommen ein Therapeut würde voreilig kognitiv arbeiten und die Stärken und Ressourcen einer Klientin hervorheben wollen, dann würde das autonome Nervensystem sofort Gefahr wittern.

Leider wäre das vergebliche Mühe.

Menschen mit geringem Selbstwert neigen zum Beispiel zu Perfektionismus, aber auch das Gegenteil ist möglich. Das könnte sich zeigen in einer generellen Nachlässigkeit im Umgang mit sich. Das übliche Nein sagen können und die Wahrung eigener Grenzen fällt ebenfalls schwer. Und manche würden bei eigenen Fehlern am liebsten im Boden versinken,

Ein weiterer Punkt, unter dem wir alle vermehrt leiden, ist der Vergleichsdruck, der durch Soziale Medien zugenommen hat. Völlig frei ist wahrscheinlich niemand, aber Menschen mit geringem Selbstwert sind dem Gefühl nie genug zu sein, besonders ausgesetzt.

Was Sie selbst tun können – Mögliche Wege zur Stärkung des Selbstwerts

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